Franz Garlik gehört zu den wenigen Künstlern, die auf der Clingenburg sowohl gespielt als auch den musikalischen Takt vorgegeben haben. Der ausgebildete Jazztrompeter, Tenor und Schauspieler stand 2015 in zwei Produktionen auf der Terrassenbühne und kehrte 2017 als musikalischer Leiter von „Cabaret“ zurück. Seine Laufbahn verbindet Big Band, Oper, Musical und Sprechtheater auf eine Weise, die im deutschsprachigen Raum eher selten ist.
Vom Jazz zur Bühne
Am Anfang stand die Trompete. Garlik studierte Jazz-Trompete und Ensembleleitung in Würzburg und an der Musikhochschule in Mannheim und spielte schon während des Studiums im BundesJugendJazzOrchester unter Peter Herbolzheimer. Tourneen führten ihn nach Indonesien, Russland und in zahlreiche europäische Länder; dazu kam ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston. In der Musik-Comedy-Gruppe „Los Tres Chicos de la Gasolinera“ griff er neben der Trompete auch zu Akkordeon, E-Bass, Posaune und Percussion.
Erst danach folgte die Schauspielausbildung, zunächst an der Central School of Speech and Drama in London, dann an der Deutschen Schauspieler Akademie in München. Parallel nahm er privaten Gesangsunterricht in Klassik und Musical.
Engagements an Stadt- und Staatstheatern
Seit 2003 arbeitete Garlik als Darsteller unter anderem am Staatstheater am Gärtnerplatz in München, am Landestheater Innsbruck und am Theater Regensburg. Zu seinen Musicalrollen zählen Jesus in „Jesus Christ Superstar“ und Ari in Franz Wittenbrinks „Comedian Harmonists“. 2008 sang er am Sherman Theatre in Cardiff den Rosillon in „Die lustige Witwe“.
Im Stadttheater Neuburg verbindet sich sein Name mit einer ganzen Reihe von Opernpartien: Rodolfo in „La Bohème“ (2008), der Herzog in „Rigoletto“ (2009), Alfredo in „La traviata“ (2010) und Tamino in der „Zauberflöte“ (2011). Seit 2008 inszeniert er dort für den Verein Junge Oper Neuburg jährlich eine Oper, Operette oder ein Musical. 2011 spielte er auf Tournee die Titelfigur in „Martin L. – Das Musical“ über Martin Luther.
Musikalische Leitung
Ab 2008 leitete Garlik das Ellwanger Jazzorchester, ab 2010 arbeitete er zudem als musikalischer Leiter von Big Bands, Shows und Musicals, darunter „Rent“ im Schloss Heidenheim und „Souvenir“ in der Theaterei in Ulm. Mit dem Programm „Voice Passion“ ist er seit 2014 auf Tour; 2016 gewann er in der Ostschweiz den Titel „Stimme des Jahres“. Im März 2017 inszenierte er die Premiere von „Maria und die Callas“ in der Theaterei Herrlingen.
Auf der Clingenburg
In der Spielzeit 2015 gehörte Garlik zur Besetzung von „Dracula“ nach Bram Stoker, laut Besetzungsliste als Dr. Jack Seward. Im Kinderstück „Die kleine Hexe“ nach Otfried Preußler übernahm er gleich drei Figuren: den Revierförster, den Schützenhauptmann und die Waldhexe.
Zwei Jahre später war er wieder in Klingenberg. Für „Cabaret“ arrangierte er die Musik und leitete eine sechsköpfige Band, ein Beitrag, der in den Rückblicken auf die Saison 2017 eigens hervorgehoben wurde. Im Volksstück „Ein Münchner im Himmel und in der Hölle“ stand er außerdem als Sepp, der Freund des Dienstmanns Alois Hingerl, auf der Bühne. Die vollständige Übersicht der Mitwirkenden jener Jahre steht unter Darsteller und Team.
Häufige Fragen
Welche Aufgaben hatte Franz Garlik bei den Clingenburg Festspielen?
2015 spielte er in „Dracula“ den Dr. Jack Seward und übernahm in „Die kleine Hexe“ mehrere Rollen. 2017 leitete er die Band von „Cabaret“ und spielte den Sepp in „Ein Münchner im Himmel und in der Hölle“.
Wo hat Franz Garlik studiert?
Er studierte Jazz-Trompete und Ensembleleitung in Würzburg und Mannheim und ließ sich anschließend an der Central School of Speech and Drama in London und an der Deutschen Schauspieler Akademie in München zum Schauspieler ausbilden.
An welchen Theatern stand Franz Garlik auf der Bühne?
Unter anderem am Staatstheater am Gärtnerplatz in München, am Landestheater Innsbruck, am Theater Regensburg und am Sherman Theatre in Cardiff.
