Spielzeit 2014

Clingenburg Festspiele 2014: My Fair Lady, Jedermann und Pippi

Die Spielzeit 2014 war die 21. auf der Clingenburg: Über 34.000 Menschen kamen zu 58 Aufführungen. Getragen wurde der Sommer von einem Musical mit Weltruf, einem Mysterienspiel und einer Kinderheldin, die niemand vorstellen muss. Am 3. August fiel der letzte Vorhang, bei „Jedermann“.

Das Programm der Spielzeit 2014

  • 18. Juni 2014My Fair Lady – Musical von Frederick Loewe und Alan J. Lerner (Premiere)
  • 28. Juni 2014Pippi Langstrumpf – nach Astrid Lindgren (Premiere)
  • 30. Juni 2014The ABBA Tribute Show – Gastspiel
  • 14. Juli 2014Men in Black – Gastspiel
  • 24. Juli 2014Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes (Premiere)

My Fair Lady als Hauptstück

Das große Musical des Jahres war „My Fair Lady“ mit der Musik von Frederick Loewe und dem Buch von Alan Jay Lerner nach George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“. Shaws Stück war 1913 am Wiener Burgtheater uraufgeführt worden, das Musical kam 1956 in New York heraus und lief ab 1961 in deutscher Fassung am Berliner Theater des Westens. Die Geschichte ist bekannt: Phonetikprofessor Henry Higgins wettet mit Oberst Pickering, dass er aus der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle eine Dame machen kann, und muss feststellen, dass sein Versuchsobjekt einen eigenen Kopf hat.

Premiere auf der Clingenburg war am Mittwoch, 18. Juni 2014, um 20.30 Uhr. Gespielt wurde an drei bis fünf Abenden pro Woche bis zum 20. Juli, sonntags meist schon um 19 Uhr. Für die Nachmittagsvorstellung am Sonntag, 22. Juni, um 15 Uhr galt ein Familienrabatt, den es nur an der Vorverkaufsstelle der Tourist-Information Klingenberg gab. Im Orchester saß unter anderem Alexander Gärtner an den Holzbläsern. Auf der Bühne stand Alexandra Kurzeja, die in den folgenden Jahren zu den vertrauten Gesichtern des Ensembles gehörte. Zu den bekanntesten Nummern gehören „Es grünt so grün“ und „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“; das Stück selbst nimmt die Arroganz der Oberschicht aufs Korn und stellt ihr Eliza und ihren Vater, den Müllkutscher Doolittle, gegenüber. Mehr zum Stück auf der Seite My Fair Lady.

Jedermann zum Saisonende

Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ wurde 1911 in Berlin unter Max Reinhardt uraufgeführt; seit 1920 gehört es zur Salzburger Festspieltradition auf dem Domplatz. Ein Freilichtstück also von Anfang an, und die Ruine über Klingenberg bot dafür eine passende Kulisse. Premiere war am 24. Juli, die letzte Vorstellung am 3. August beendete die gesamte Spielzeit. In den elf Tagen dazwischen stand das Stück zehnmal auf dem Plan, an mehreren Abenden schon um 19 Uhr.

Die Geschichte vom reichen Mann, dem der Tod erscheint und dem am Ende nur seine guten Werke bleiben, stand damit am Schluss eines Sommers, der mit einem Musical begonnen hatte.

Pippi Langstrumpf für die Jüngsten

Das Kinderstück nach Astrid Lindgren richtete sich an Zuschauer ab 4 Jahren. Pippi wohnt mit dem Pferd „Kleiner Onkel“ und dem Affen „Herrn Nilsson“ in der Villa Kunterbunt, legt sich mit Einbrechern, Lehrerinnen und Polizisten an und will niemals erwachsen werden. Tommy und Annika, die Nachbarskinder, sind ihre Freunde. Die Rolle der Annika spielte Alexandra Kurzeja. Mit vollem Namen heißt die Heldin übrigens Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraimstochter Langstrumpf, ein Wortungetüm, das sich beim ersten Hören kaum jemand merken kann. Lindgren selbst hat über die Figur gesagt, sie habe zeigen wollen, dass man Macht besitzen kann, ohne sie zu missbrauchen.

Premiere war am Samstag, 28. Juni 2014, um 15 Uhr. Danach wechselten sich Vormittagsvorstellungen um 10 Uhr für Kindergärten und Schulen mit Nachmittagsterminen am Wochenende ab, bis in den August hinein.

Gastabende

Zwei Gastspiele unterbrachen den Rhythmus der Eigenproduktionen: „The ABBA Tribute Show“ am Montag, 30. Juni, und „Men in Black“ am Montag, 14. Juli, beide um 20.30 Uhr. Die ABBA-Show kam im Folgejahr noch einmal nach Klingenberg.

Bilanz und Verein

Die Zahlen zum Saisonende lauteten: 58 Aufführungen, mehr als 34.000 Besucher. Vorstand, Beirat und Intendant Marcel Krohn begannen noch im August mit der Planung für 2015, das Programm sollte im September bekannt werden.

Für den Trägerverein markierte 2014 zugleich das Ende einer Ära. Klaus Köhlich, Hotelier und Winzer aus der Region, hatte den Vorsitz des Clingenburg Festspiele e.V. seit 1995 inne, und 2014 war sein letztes Jahr in diesem Amt. Im Beirat saßen in diesem Jahr unter anderem Walter Amrhein, Pia Köhlich, Christina Rottmann sowie Harald und Susanne Teubel.

Wie es mit „Dracula“ und „Othello“ weiterging, steht in der Chronik 2015. Den Sommer davor mit „Zorro“ und „Faust“ zeigt die Chronik 2013. Wer die Namen der Darstellerinnen und Darsteller über die Jahre verfolgen möchte, findet sie bei den Darstellern der Festspiele.

Häufige Fragen

Welche Stücke spielten die Clingenburg Festspiele 2014?

Eigenproduktionen waren das Musical „My Fair Lady“, Hofmannsthals „Jedermann“ und das Kinderstück „Pippi Langstrumpf“. Als Gastspiele kamen „The ABBA Tribute Show“ und „Men in Black“ hinzu.

Wie viele Besucher hatte die Spielzeit 2014?

Über 34.000 Besucherinnen und Besucher sahen die 58 Aufführungen der 21. Spielzeit.

Wann endeten die Festspiele 2014?

Mit der letzten Vorstellung von „Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ am Sonntag, 3. August 2014.

Ab welchem Alter eignete sich „Pippi Langstrumpf“?

Die Produktion war für Kinder ab 4 Jahren gedacht und lief vor allem als Vormittagsvorstellung für Kindergärten und Schulen, am Wochenende nachmittags.